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Klavier lernen mit modernem Klavierunterricht

Der Begriff Klavier kommt aus dem lateinischen beziehungsweise italienischen und bedeutet soviel wie Schlüssel, was im übertragenen Sinne auch Taste bedeuten kann. Im Falle des Klaviers bezieht sich der Begriff natürlich auf die im Regelfall 88 Tasten. Davon sind 52 weiße und 36 schwarze Tasten verbaut. Der älteste Vorfahre des Klaviers ist das Monochord, dass bereits in der Antike verwendet wurde und sich bis zum Mittelalter kaum weiterentwickelte. Erst ab da fand eine langsame Weiterentwicklung zu den sogenannten Hammerflügeln des 17. und 18. Jahrhunderts statt.

Die Flügelform der Klaviere war lange Zeit charakteristisch, wodurch auch häufig die Bezeichnung Flügel für ein Klavier verwendet wurde. Die zugrundeliegende Mechanik wurde nach und nach variiert und stets weiterentwickelt. Recht zügig entwickelten findige Musiker und Ingenieure auch aufwärts stehende Flügel, deren Größe sich nach und nach reduzierte. Das sogenannte Pianino (kleines Piano), dass wir heute eigentlich nur noch Piano nennen, ersetzte den Flügel im Heimgebrauch immer mehr beziehungsweise machte es erst möglich in engeren räumlichen Verhältnissen Klavier zu lernen oder Klavierunterricht zu Hause zu bekommen.

Die Entwicklung des Klaviers

klavier lernen mit klavierunterricht und klavierlehrerWährend in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Klavier zunächst in erster Linie ein Statussymbol der Oberschicht war, stieg ab etwa 1850 die jährliche Zahl der produzierte Klaviere deutlich an und auch in der Mittelschicht wurde das Klavier als Instrument zunehmend populär und vor allem bezahlbar. Auch heute ist ein Klavier keine günstige Anschaffung. Aber viele Instrumente werden über die Generationen weitergereicht und eine Anschaffung ist eine Investition für viele Jahrzehnte musikalische Bildung und Unterhaltung. Außerdem besteht in jeder gut ausgestatteten Musikschule die Möglichkeit, die vorhandenen Klaviere zu nutzen. Jeder Klavierlehrer verfügt im Regelfall auch über ein eigenes Instrument, sodass dem Klavierunterricht nichts im Wege steht, auch wenn kein eigenes Instrument vorhanden ist.

Das Klavier als klassisches Musikinstrument

Das Klavier zählt zu den klassischen Musikinstrumenten und hat in seiner Beliebtheit in den letzten 200 Jahren eigentlich keinerlei Einbußen hinnehmen müssen. Das liegt vermutlich zum einen am äußerst angenehmen Klang von Klaviermusik und an der relativ einfachen Erlernbarkeit. Zudem hat sich das Klavier auch modernen Entwicklungen nicht verschlossen, erhält jedoch weiter seinen klassischen Charme. Es gibt inzwischen elektronische Klaviere (sogenannte E-Pianos), digitale Klaviere (vergleiche Keyboard) und Hybride, die elektronische und mechanische Elemente vereinen. Das Klavier ist also mehr denn je ein Instrument für jedermann, das sich je nach Bedarf in unterschiedlichen Ausführungen nutzen lässt.

Piano, Flügel, Klavier, Pianino, Pianoforte – Viele Namen für ein Instrument

Für das Klavier gibt es viele Namen, die aber alle ein Konzept von Musikinstrument beschreiben. Zu Beginn der Entwicklung sprach man vom Pianoforte. Das kam von Piano (leise) und Forte (laut), weil man mit dem Instrument sowohl leise als auch laut spielen konnte. Das war bei den im späten Mittelalter genutzten Instrumenten sonst nicht üblich. Später wurde der Begriff zum Piano verkürzt. Der Begriff Klavier basierte dann auf den in Italien entwickelten Flügelklavieren und wird auch heute noch am häufigsten gebraucht. Nicht unüblich ist je nach Region auch die Bezeichnung Piano für das kurze – und eigentlich Pianino genannte – Heim-Piano und Klavier für den großen Konzertflügel. Umgangssprachlich sind alle Varianten möglich und in wechselnd Gebrauch.

Piano lernen – Je früher desto besser

klavier lernen für kinderWie bei allem Musikinstrumenten gilt auch für das Klavierlernen: Je früher man mit dem Klavier-Kurs anfängt, desto besser lernt man das Instrument und gewöhnt sich an die Eigenheiten. Das bedeutet nicht, dass man nicht im hohen Lebensalter auch noch Klavier lernen könnte. Aber es braucht vielleicht doch etwas mehr Übung. Dafür verfügt man ab einem bestimmten Alter über etwas mehr Geduld, die in Kindertagen nicht ganz so ausgeprägt ist. Aus unserer Sicht, können Kinder im Schulalter mit dem Klavierspielen beginnen. Unter 6-Jährige Kinder sollten sowieso erst einmal musikalisch breiter an Gesang, Rhythmus und Takt herangeführt werden, bevor dann der Unterricht an einem spezifischen Instrument beginnt. Gerade beim Klavier sollte man je nach körperlicher Entwicklung des Kindes eventuell etwas länger warten, bevor man es für den Klavierunterricht anmeldet.





Im Gegensatz zu Gitarre, Geige, Keyboard und anderen Instrumenten gibt es beim Klavier keine „Kindergrößen“, beziehungsweise sind diese sehr unüblich. Gerade wenn die Arme noch kurz und die Finger klein sind, kann Klavierspielen für Kinder auch mit einer gewissen Anstrengung verbunden sein. Man sollte das spielerische Lernen daher bevorzugen, um die Motivation der Kleinen zu erhalten. Es gibt auch verschiedene Ansätze, das Klavierspielen zu Beginn ohne Noten zu lernen. Diese sind durchaus beliebt und häufig erfolgreicher, als parallel noch Notenverständnis aufzubauen. Spiele fürs Klavier, die neben dem reinen musizieren besonders viel Spaß machen, sollten dabei auch nie zu kurz kommen.

Klavierlehrer oder selber lernen?

piano lernen mit pianounterrichtGerade Jugendliche und Erwachsene stehen häufig vor der Frage: Kann ich als Anfänger Klavier selber lernen oder benötige ich einen Klavierlehrer. Die Frage kann man nicht einfach in die eine oder in die andere Richtung beantworten. Ganz ohne Frage kann man sich mithilfe der richtigen Literatur und moderner Videos das Pianospielen selber beibringen. Das funktioniert natürlich nicht auf professionellem Konzert-Niveau. Aber die ersten Schritte sind auch alleine schnell gemacht und eine Menge Lieder lassen sich alleine einstudieren und der Verwandtschaft vorspielen. Soll ein professionelles Niveau erreicht werden, kommen Sie natürlich nie um einen Klavierlehrer herum. Manchmal ist auch eine Kombination sinnvoll. Auch als Fortgeschrittener muss man sich entscheiden, ob man sich alleine weiterentwickeln kann oder die Hilfe eines Lehrers in Anspruch nimmt. Vieles können Sie heute auch online lernen, es liegt vor allem an Ihnen und Ihrer Motivation.

So können Sie mit einem Kursbuch alleine auf dem geerbten Klavier die ersten Schritte machen. Für die Optimierung Ihrer Fähigkeiten können Sie eine Musikschule oder einen Klavierlehrer zum Klavierunterricht besuchen. Klavier lernen ist für die meisten Menschen ein Prozess. Je nach Situation werden unterschiedliche Hilfestellungen für die Weiterentwicklungen der Fähigkeiten benötigt. Häufig machen Kinder die ersten Schritte am Klavier der Eltern oder Großeltern. Das bietet den Vorteil einer vertrauten Person. Außerdem bekommen Sie ein Gespür dafür, ob Ihr Kind ein generelles Interesse am Klavierlernen hat. Danach empfehlen wir die Anmeldung zum Klavierunterricht in einer Musikschule. Zum Üben zu Hause gibt es verschiedene Bücher, die meist vom Lernkonzept etwas moderner und motivierender sind. So ist für eine ideale Kombination und nachhaltiges Lernen gesorgt.

Klavier lernen leicht gemacht – Oder: Gut vorbereitet in den Klavierunterricht!

Wenn Sie sich für Ihr Kind oder sich selber bereits für einen Klavierkurs oder einen Klavierlehrer entschieden haben, empfehlen wir dennoch nicht unvorbereitet in den Klavierunterricht zu gehen. Es gibt gerade beim Klavier sehr schöne Möglichkeiten, vor oder parallel zum Unterricht Übungen oder Klavierspiele zu machen. Dabei liegt der Schwerpunkt darauf, die Finger, Arme und Beine an die Bewegungen zu gewöhnen. Ebenso empfehlen wir, sich vor einer Anmeldung zum Klavierunterricht wenigstens an einem kleinen Selbst-Lern-Kurs zu versuchen. Diese sind äußerst preiswert und Sie bekommen bereits vorher ein Gespür, ob das Klavier ein Instrument für Sie ist. Ein weiterer Vorteil liegt in der Übung, die Sie dann bereits vorweisen können. Außerdem ist nichts schöner, als etwas eigenständig gelernt zu haben. Diese Motivation wird Sie über viele weitere Jahre begleiten und Sie werden stets an Ihre ersten selbstständigen Schritte am Klavier zurückdenken.

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