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Gitarre lernen mit professionellem Gitarrenunterricht

Eine Gitarre besteht baulich aus einem Körper (Korpus), einem Hals und einem Kopf. Der Körper der Gitarre weißt dabei die größte Varianz auf, das heißt er kann sehr unterschiedlich gestaltet und gebaut sein. Bei der klassischen akustischen Gitarre werden für den Körper meist leichte Hölzer zur charakteristischen Form mit Schallloch (manchmal Klangloch) verklebt. Auf dem Körper ist auch der Steg angebracht, an dem die Saiten befestigt sind. Bei der elektrischen Gitarre (E-Gitarre) kann der Körper aus allerlei Materialien bestehen und phantasiereiche Formen annehmen. Das Schallloch ist dabei nicht nötig, sodass die meisten Körper von E-Gitarren Vollkörper sind.

Der Hals der Gitarre verbindet Kopf und Körper. Dieser besteht meist aus verschiedenen Lagen verklebten Hölzern. Hier kommen wegen der Stabilität auch härtere Hölzer zum Einsatz. Auf dem Hals ist auch das Griffbrett mit den Bünden angeordnet, um beim Greifen die Saite auf den exakten Punkt zu verkürzen und den gewünschten Ton zu erzeugen. Am oberen Ende des Halses befindet sich der Sattel, der in gewisser Weise das Gegenstück zum Steg darstellt. Denn auch dort liegen die Saiten auf. Oben am Hals befindet sich dann der Kopf der Gitarre. Dort sind die Saiten dann mit Wirbeln befestigt. Diese Wirbel dienen auch dem Stimmen der Gitarre, weil damit die Saiten gespannt oder entspannt werden können. Hierüber lässt sich die Tonlage verändern.

Die individuellen Bauarten von Gitarren können sich gravierend unterscheiden. Analog ist es auch mit dem Lernen des Gitarrespielens, auch wenn das Gitarre Lernen erst einmal nicht direkt etwas mit der Form zu tun hat. Es führen zwar nicht alle Wege nach Rom, aber sehr viele. Das bedeutet, es gibt unterschiedliche Herangehensweisen, Gitarre zu lernen. Professioneller Gitarrenunterricht, private Gitarrenlehrer oder autodidaktisches Lernen mithilfe von Videos und Fachliteratur. Welche der genannten Arten Ihnen am besten liegt, können Sie nur herausfinden.

Die Geschichte der Gitarre

gitarre lernen mit gitarrenunterricht und gitarrenlehrerDas Wort Gitarre stammt aus dem Griechischen, wo die antike Leier als „Kithara“ bezeichnet wurde. Die Gitarre ist ein klassisches Zupf- und Saiteninstrument. Das beschreibt im wesentlich auch schon die Funktion der Gitarre, denn durch das Zupfen der Saiten werden mithilfe des Klangkörpers Töne erzeugt. Manchmal wird – vor allem in älterer Literatur – noch der Begriff Guitarre (ähnlich engl. guitar) verwendet. Im Alltagsgebrauch ist das jedoch unüblich, Sie sollten sich davon aber nicht irritieren lassen.

Vorläufer der modernen Gitarre soll es schon vor über fünf Jahrtausenden gegeben haben. Es existieren alte babylonische Steinhauereien und Bilder aus dem antiken Ägypten, die Menschen mit gitarrenähnlichen Instrumenten zeigen. Verschiedene Vorläufer wie die Leiern und Lauten waren schon im alten Griechenland und später bei den Römern sehr beliebte Instrumente zur musikalischen Unterhaltung.

Nach und nach wurden die verschiedenen Saiteninstrumente auch versuchsweise mit einem Klangkörper ausgestattet, was offenbar eine erfolgreiche Weiterentwicklung war. Der Hals, der zuvor über das gesamte Instrument führte, wanderte nach und nach an den Rand des Klangkörpers und schon ist man optisch nah an der modernen Gitarre. Die Anzahl der Saiten war noch unterschiedlich und es gab keine festen Regeln für die Anordnung und das Stimmen. Auffällig ist, dass Gitarren im Gegensatz zu anderen Instrumenten, wie dem Klavier oder der Geige, immer schon von allen Bevölkerungsschichten gespielt wurden und je nach Zeit in der Oberschicht sogar verpönt waren.

Die Gitarre und ihre Weiterentwicklung

Noch im Mittelalter war die Gitarre zwar in ganz Europa ein Begriff, sie wurde aber hauptsächlich in Spanien und allgemein in südlichen Ländern gespielt. Auch deswegen verbinden wir mit der Gitarre immer noch feurige Rhythmen und emotionale Musik. Spätestens mit der Renaissance setzte die Gitarre ihren Siegeszug durch Europa und die neue Welt (Amerika) fort. Eine Vielzahl von Gitarrenformen entwickelte sich. Ob nun die klassische Westerngitarre mit Stahlsaiten und ihrem spezifischen Klang bis hin zu den modernen E-Gitarren, Jazzgitarren, Baritongitarren und Bassgitarren (häufig nur Bass oder E-Bass) existiert eine Vielzahl von Ausführungen. Sie haben also eine breite Auswahl an Möglichkeiten, welche Art von Gitarre Sie lernen möchten. Zu Beginn empfiehlt sich jedoch die klassische Gitarre oder eine einfache E-Gitarre.

E-Gitarre und E-Bass: Sind das eigentlich noch Gitarren?

e-gitarre lernen mit e-gitarrenunterricht und e-gitarrenlehrerDie elektrische Gitarre benötigt zur Verstärkung des Klangs der Saiten-Schwingungen keinen Klangkörper, sondern einen elektrischen Tonabnehmer und einen passenden Verstärker. Daher klingen die erzeugbaren Töne auch vielfältiger. Man kann mit einer E-Gitarren den Klang einer klassischen Gitarre simulieren oder auch ganz andere Sounds erzeugen. Diese lassen sich zusätzlich verzerren. Was in den 60er-Jahren noch zu verstörten Gesichtern in der älteren Generation geführt hat, ist heute ganz normal.

Auch der elektrische Bass gibt selber nur einen kaum hörbaren Ton ab und muss verstärkt werden. Es ist im Prinzip die konsequente Weiterentwicklung des klassischen Kontrabass für den Einsatz im Bereich der elektronischen Musik und Rockmusik der 60er-Jahre. Seither ist er aus keiner Rock-Musikband wegzudenken. Auch dieser gehört formell zu den Gitarren. Viele Musiker können nach einiger Zeit fließend zwischen E-Bass und E-Gitarre wechseln, weil das Spielen beider Instrumente sehr ähnlich ist.

Ab welchem Alter kann man Gitarre lernen?

Es steht außer Frage, dass das menschliche Gehirn Lernprozesse leichter verarbeitet, je jünger es ist. Das bedeutet, dass Kinder und Jugendliche viel leichter lernen, als Erwachsene, weil ihr Gehirn noch „wissbegieriger“ ist. Das lässt sich durchaus auch auf das Lernen von Instrumenten übertragen. Kinder und Jugendliche lernen Instrumente im Regelfall sehr unkompliziert.

Das heißt aber nicht, dass Erwachsene oder gar ältere Menschen das nicht auch könnten. Vielleicht braucht man ein wenig mehr Zeit oder Motivation, aber dann klappt es in jedem Alter mit der Gitarre. Gitarrespielen kann man bereits in sehr jungen Jahren lernen. Gerade bei Kindern macht das gemeinsame Üben zusammen mit einem bekannten Erwachsenen sehr viel Spaß. Die Kinder versuchen das Verhalten der Erwachsenen nachzuahmen und haben auf einer Kindergitarre sehr schnell Erfolgserlebnisse.





kindergitarre lernen mit kindergitarrenunterricht und kindergitarrenlehrerTeilweise machen bereits Kinder mit 4 bis 5 Jahren spielerisch erste Erfahrungen mit der Gitarre. Dabei ist von Vorteil, dass es bei Gitarren auch Kindergrößen gibt. Es gibt für die kleinsten die 1/4 Kindergitarre (etwa 4 bis 6 Jahre), für etwas größere Kinder die 1/2 Kindergitarre (etwa 7 bis 8 Jahre), für Schüler die 3/4 Schülergitarre (etwa 9 bis 10 Jahre) und für Jugendliche die 7/8 Jugendgitarre (etwa 11 bis 13 Jahre). Danach kann mit der großen Standard-Gitarre (manchmal Größe 1/1 oder 4/4) gespielt werden. Je nach Körpergröße werden regelmäßig manche Zwischenstufen ausgelassen. Gerade für Kinder gibt es verschiedene Arten spielerisch und ohne Noten beziehungsweise Notenlesen das Gitarrenspiel zu erlernen. Hierbei wird dann anhand von Mustern und Eselsbrücken ein Grundverständnis für das Spiel entwickelt. Bereits mit zwei Griffen (Akkorden) können erste einfache Lieder gespielt werden. Schneller kann sich Erfolg eigentlich gar nicht einstellen.

Gitarrenlehrer oder lieber selber lernen?

Während Kinder natürlich die Hilfe und Anleitung von erwachsenen Familienmitgliedern, Freunden oder Musiklehrern benötigen, um dann auch selbstständig zu üben und Gitarre zu lernen, ist das bei Jugendlichen und Erwachsenen nicht immer so. Gerade die Gitarre lässt sich auch ohne Gitarrenunterricht oder Lehrer bis zu einem sehr professionellem Niveau lernen. Viele bekannte Gitarristen können oder konnten keine Noten lesen und haben sich das Gitarre spielen anfangs autodidaktisch beigebracht. Dazu gehören Stars wie Eric Clapton, John Lennon, Paul McCartney (beide Beatles), Kurt Cobain (Nirvana) und Cris Cornell (Soundgarden). Punktuelle Unterstützung durch Gitarrenlehrer oder erfahrene Gitarristen schadet natürlich keinem Schüler. Dazu gibt es aber viele Wege.

Gerade zum Gitarrespielenlernen gibt es sehr gut aufbereitete Einstiegswerke, die Lehrbücher und Videos kombinieren. Kurse wie Guitar-TV haben bereits viele Tausende Anfänger zu glühenden Gitarrenspielern gemacht. Der Einstieg ohne Noten und mit einfachen Akkorden für Anfänger, die nach erlernt werden und auch im Video gezeigt werden, ist ideal. Aufeinander aufbauende Kurse, die schnell eine technische Weiterentwicklung für Fortgeschrittene bis zum schnellen Fingerpicking ermöglichen, sind nur durch die eigene Zeit und Motivation begrenzt. Eine Anfänger-Gitarre ist bereits sehr günstig zu bekommen, häufig kann man aber zu Beginn auch eine gebrauchte Gitarre von Bekannten oder aus der Kleinanzeigensektion der Tageszeitung bekommen. Schon steht dem musikalischen Vergnügen nichts mehr im Weg.

Gitarre lernen als Einsteiger – Oder: Mit Vorbereitung in den Gitarrenunterricht!

Wenn Sie sich dafür entschieden haben, Gitarrenunterricht zu nehmen oder Ihr Kind bereits in der Musikschule zum Gitarrenkurs angemeldet haben, können Sie vieles tun, um gut vorbereitet zu sein. Wenn es sich um klassischen Gitarrenunterricht handelt, bei dem Sie Notenlesen können müssen, sollten Sie vorbereitet sein. Hierfür gibt es eine Menge Literatur, um Schulwissen wieder aufzufrischen oder sich eigenständig die Grundlagen beizubringen. Außerdem können Sie die für den Gitarrenunterricht benötigte Fingerfertigkeit mit einem Selbst-Lern-Kurs als Buch und DVD schon einmal einstudieren. Je mehr Übung Sie im Unterricht mitbringen, desto spezifischer kann der Gitarrenlehrer Ihre Fähigkeiten mit Ihnen zusammen weiterentwickeln. Zu Hause können Sie mit Ihrem Buch und den zugehörigen Videos lernen und in der Schule üben Sie spezielle Elemente im Detail. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Gitarrelernen. Sie werden Ihr ganzes Leben von dem Erlernten und Ihren Fähigkeiten zehren.

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