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Klarinette lernen mit klassischem Klarinettenunterricht

Die Klarinette ist wie die Blockflöte, die Querflöte und das Saxophon ein Holzblasinstrument. Ihr Name stammt aus dem Italienischen vom Wort „clarinetto“ ab. Ihre Form ist im Gegensatz zum Saxophon beispielweise nahezu zylindrisch. Nur am Ende wird der Becher bzw. Trichter etwas weiter als der Rest des Instrumentes. Der Ton wiederum wird analog zum Saxophon durch ein Rohrblatt im Mundstück erzeugt. Wegen dieser Gemeinsamkeiten ist ein Umstieg von Klarinette auf Saxophon oder Flöte und umgekehrt meist mit wenig Komplikationen verbunden. Rohrblasinstrumente ähnlich der Klarinette sind bereits seit der Antike bekannt. Von der klassischen Schalmei über das Chalumeau, das schon eine zylindrische Röhre und ein Rohrblatt besaß, dass vom Mundstück entfernt werden konnte, entwickelte sich im ab etwa 1700 die Klarinette, wie wir sie noch heute kennen.

Während die ersten sogenannten Clarinettos – was soviel wie kleine Trompete bedeutet – nur zwei Klappen hatten, fügte man zügig weitere hinzu, um immer mehr Töne spielen zu können. Der Aufstieg der Klarinette ist eng mit Wolfgang Amadeus Mozart verbunden. Er verehrte den Klang der Klarinette regelrecht und schrieb einen großen Teil seiner Werke mindestens zum Teil für die Klarinette. Die Klarinette zu Mozarts Zeiten hatte dann bereits acht Grifflöcher und vier bis sechs Klappen. Damit war sie bereits so spielbar wie die heutigen Instrumente.

Ab etwa 1800 wurden die Materialien der Klappen so gut, dass eine nahezu luftdichte Abdeckung erreicht werden konnte. Dadurch war eine Erhöhung auf mindestens sechs Grifflöcher und 13 Klappen möglich. Teilweise folgten mit der Zeit weitere Klappen und es entstanden zwei verschiedene Griff-Systeme. Während weltweit das Böhm-System dominiert, hat sich im deutschen Sprachraum das deutsche Griffsystem derart etabliert, dass es hier immer noch meistgenutzt ist. Generell muss gesagt werden, dass es neben einigen standardisierten Formen bei Klarinetten immer noch eine große Varianz gibt.

Sie möchten Klarinette lernen? Wie funktioniert dieser Holzbläser?

band ensemble mit klarinetteWenn Sie sich für die Klarinette interessieren oder sogar Klarinettenunterricht nehmen möchten, ist es hilfreich den grundsätzlichen Aufbau des Instruments und seine Funktion ein wenig zu verstehen. Die Klarinette besteht aus einem Mundstück (wegen seiner charakteristischen Form auch Schnabel), der Birne bzw. dem Fass, einem Ober- und einem Unterstück und dem Becher am Ende. Diese Teile können durch Steckverbindungen mit Korkdichtungen zusammengefügt werden. Damit ist der Transport einfacher und das Instrument kann nach der Benutzung im Inneren besser trocknen. Die klassische b-Klarinette ist dabei etwa 67 Zentimeter lang mit einem Innendurchmesser um die 15 Zentimeter.

Am Oberstück und Unterstück der Klarinette befinden sich die verschiedenen Löcher und Klappen. Außerdem enthält das Unterstück einen Daumen-Griff zum Halten beim Spiel. Der gesamte Körper besteht meist aus Holz, es sind aber alle Materialien wie Blech oder Kunststoff denkbar, denn der Klang wird durch das Holzblatt im Mundstück erzeugt. Beim Einblasen der Luft in die Klarinette fängt das Rohrblatt an zu vibrieren, was zu einer schwingenden Luftsäule wie bei allen Holzbläsern führt. Die Länge dieser Säule kann durch das Öffnen der Löcher beeinflusst werden, wodurch verschiedene Töne spielbar sind. Außerdem lässt sich durch gezieltes Steuern der Zunge und Unterlippe die Stimmung des Spiels weiter beeinflussen.

Kinder lernen Klarinette mit Klarinettenunterricht und Klarinettenlehrer

kind lernt klarinette mit klarinettenunterricht und klarinettenlehrerDie Klarinette ist ähnlich dem Saxophon ein recht komplexes Instrument. Gerade Kindern, Jugendlichen und Anfängern empfehlen wir daher Klarinettenunterricht bei einem erfahrenen Klarinettenlehrer. Wenn bereits Klarinetten-Erfahrung vorhanden ist, kann man das Üben dann gerne in eine selber vorgegebene Struktur übergehen lassen. Ganz ohne Einweisung durch einen Klarinettenlehrer oder mindestens einen Klarinettisten im Bekanntenkreis besteht die Gefahr, dass sich technische Fehler einschleichen und verfestigen. Diese wieder auszubügeln erfordert dann eine Menge Disziplin. Es kann aber durchaus eine Option sein, als Einstieg in einer Klarinettenklasse in Ihrer Musikschule ein halbes oder ein Jahr Klarinettenunterricht zu besuchen und Feinheiten anschließend mit einem Privatlehrer oder Musik-Studenten zu optimieren. Regelmäßiges Üben zu Hause ist sowieso unerlässlich.

Klarinettenunterricht, Klarinettenlehrer oder Klarinette doch lieber selber lernen?

erwachsene lernen klarinette mit klarinettenunterricht und klarinettenlehrerFortgeschrittene Musiker, Menschen, die schon Erfahrungen mit Querflöte oder Saxophon haben und besonders mutige Erwachsene können sich an die Klarinette auch ohne Klarinettenunterricht oder Klarinettenlehrer wagen. Ganz ohne Vorerfahrung wird das eventuell ein kurzes Experiment, aber es gibt ohne Frage eine Menge guter Lehrbücher, anderer Lernmaterialien und Video-Anleitungen zum Lernen der Klarinette. Wenigstens punktuell lohnt sich dann trotzdem ein professioneller Klarinettenlehrer oder Musiker, um die nächsten individuellen Schritte im Lernprozess anzugehen. Die Klarinette können Sie als Solo-Instrument, in der Kammermusik, im Orchester und auch im modernen Jazz spielen. Gerade bei letzterem hilft der Austausch mit anderen Musikern der Band.

Wenn erste Grundlagen bestehen, kann also Ihre musikalische Weiterentwicklung auf der Klarinette auch zusammen mit anderen passionierten Musikern innerhalb Ihrer eigenen Amateur-Jazzband erfolgen. Sie profitieren von den Erfahrungen Ihrer Bandmitglieder und tauschen wiederum Ihre Erkenntnisse aus. Dabei studieren Sie nach und nach immer mehr gemeinsame Lieder ein, bis der nächste Evolutionsschritt – eigene Kompositionen – ansteht. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Klarinette lernen!

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